Ein paar Wochen Banksys Film verdauen lassen und erst jetzt folgt eine kleine Review. Die empfindlichen Leser die noch das Vergnügen haben diese Dokumentation zu sehen, sollten vielleicht hier stoppen, denn inhaltlich werden in dieser Review einige Begebenheiten verraten.
Worum geht es zunächst? Thierry Guetta, Filmemacher und zufällig der Cousin von Space Ivader, einem bekannten Graffiti Künstler aus LA besitzt die Obsession alles in seiner Umgebung zu filmen. So schafft es Thierry nachdem er erst Space Invader gefilmt hat, weitere Künstler vor die Linse zu bekommen und begleitet diese an verschiedene Ort, um sie bei ihrer Arbeit zu filmen. Shepard Fairey, der Gründer von Obey ist einer davon.
Thierry der immer mehr in den Sog seiner Obsession verfällt entdeckt zufällig einem Künstler namens Banksy, den er auch umgehend filmen möchte. Jedoch ist Banksy leider nicht so leicht vor die Kamera zu bekommen.
Natürlich klappt das auch nach einer gewissen Zeit (nach mehreren tausend Stunden Filmmaterial) und Thierry mutiert, durch die Aufforderung von Banksy, zu einem eigenständigen Künstler. Er beginnt selbst zu sprayen, entwirft Stencils mit der Ambition die Eigenschaften diverser Künstler, welche er über einen längeren Zeitraum beobachtet hat, in sich zusammenzuführen und wiederzugeben. Das Ganze akkumuliert zuletzt in einem Plattencover für Madonna, einer gigantischen Art Show in LA, wodurch Thierry (ab da bekannt als Mr Brainwash) sich als angesagter Künstler etabliert.
Banksys ironische Selbstdarstellung durch Thierry ist amüsant, provokativ und um eine orginelle Metapher zu verwenden, wie ein tanzender, betrunkener Bär, der in einem pikfeinen Restaurant nach mehr Wein frägt. Eine Ironie, der Ironie.



