Die Dokumentation von Antoine Viviani Insitu beschäftigt sich mit experimenteller Kunst, die sich in verschiedenen Städten Europas finden lässt.

Eine der Künstlergruppen, die vorgestellt werden, ist zum Beispiel das Tanzpaar Ex Nihilio, welche durch verschiedene Choreografien in öffentlichen Räumen nicht nur erstaunte Passanten zurücklassen, sondern durch ihre Tänze den öffentlichen Raum zu etwas neuen umdeuten, neu definieren. Der Gedanke, dass sich eine Gesellschaft tanzenden fortbewegt wirkt ästhetisch. Dass Tanzpaar wirkt authentisch und wird nicht zum Opfer eines initiierten Flashmobs eines gewissen Mobilfunk Anbieters.

Zur Verdeutlichung wie erstaunt die Menschen über diese Art der Kunst sind, kann man diese Stelle aus der Doku hervorheben:

Diese Leute, diese Künstler, sie wälzen sich im Staub, kriechen am Boden. Natürlich verwundert das die Leute. In der Stadt ist kriechen verboten.
Man darf gehen, sich hinsetzen, sich an einen Baum lehnen, sich auf einer Bank ausruhen. Aber kriechen, das geht nicht.

Als weiterer Protagonist dieser Dokumentation taucht der Artist Zevs ganz kurz auf, der vor einer geraumen Zeit mal durch seine wirklich eindrucksvolle Aktion ‘Visual Kidnapping‘ in Berlin für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Darüber hinaus unter anderem das Architekturbüro Nogo Voyages, die durch ihr Projekt La Defense ein anderes Gefühl für Raum und Zeit entwickeln wollten. Nogo Voyages wurde damit beauftragt ein weiträumiges Gelände mit verschiedenen Büros neu zu gestalten, dabei entwickelten sie diesen Kerngedanken:

Alles wird sehr langsam vonstatten gehen, damit genug Zeit für Besinnung und Muße bleibt. Es geht um die Erfindung einer Freizeit der Langsamkeit,
die in einigen Jahrzehnten sicher viel Wert sein wird.

Diese Denkweise steht als absoluter Widerspruch zu einer Bauweise von Gebäuden, die heutzutage wie es üblich ist, die Schnelligkeit und damit die gedanklich verbundene Effizienz stärkt. Sehr beeindruckende und weise Worte. Die Wirklichkeit, unsere Wahrnehmung aus ihren Grenzen zu heben, indem man neue architektonische Wege geht.

Das sind nur einige der vorgestellten Künstler. Darüberhinaus gibt es noch solche die Riesen bauen und andere die mit Baggern tanzen.

Unten gibts den Trailer & hier der Link zur ganzen Dokumentation.